Als das Wasser kam


Wie in der Entstehungsgeschichte bereits erwähnt, litt unser Verein schon immer unter den Folgen des Hochwassers, das die Glatt von Zeit zu Zeit führt.

Doch am 5. Oktober 2002 war es dann soweit…..

Die in Folge starker Regenfälle schon völlig überlastete Glatt schwoll an und innert Minutenfrist wurde aus dem normalerweise doch so ruhigen Flüsschen ein reissender Strom, der alles mitnahm, was sich ihm in den Weg stellte.
Zu diesen Hindernissen zählte unglücklicherweise auch unser Scheibenstock sowie die Uferseite, an welcher unser Schützenhaus steht.
Das Haus ist noch einmal glimpflich davongekommen – anders der Scheibenstock.
Die Scheiben 1 und 2 (links aussen) wurden völlig unterspült und auch grössere Teile des Ufers wurden weggerissen.

Gleichzeitig rutschte auch noch der gegenüberliegende Hang ab, was nicht gerade zur Milderung der Situation dienlich war. Durch den zusätzlichen Schlamm, die Felsbrocken und Bäume im Flussbett blieb der Glatt noch weniger Spielraum als ohnehin schon vorhanden war und so frass sie sich unbarmherzig durch die Weide auf unser Schützenhaus zu.
Zum Glück liess der Regen aber bald nach und so wurde, wie schon oben erwähnt, unser Haus verschont.

Der Scheibenstock war danach allerdings in dieser Art nicht mehr brauchbar, da neben der Unterspülung auch noch ein sehr grosser Schaden entstand, als praktisch die ganze Stützmauer fortgerissen wurde.

Natürlich wurden sofort Experten eingeschaltet, die die Lage beurteilen und den Schaden einschätzen sollten.

Der ganze Schaden wurde auf etwa 12’000.- SFr. geschätzt (ca. 6000.- SFr. für Rauhbaumverbauung, ca. 3500.- SFr. für Baggerarbeiten und ca. 2500.- SFr. für weitere Bau- und Aufräumarbeiten).

Zu allem Unglück kam noch dazu, dass dieser ganze Vorfall nicht durch die Gebäudeversicherung gedeckt ist und somit die Finanzierung auf unserem Verein lastet.
Ausserdem steht die Glatt unter Naturschutz, so dass man nicht einfach eine Verbauung hinstellen durfte.

Sofort wurde eine Spendenaktion einberufen – mit nicht kleinem Erfolg, wie die rund 1000.- SFr. zeigen, die bereits auf unserem Konto eingegangen sind und übrigens alles Privatspenden von Mitgliedern des Schützenverbandes sind.
Ausserdem erklärte sich die Gemeinde Oberuzwil grosszügigerweise bereit, 5000.- SFr. des Gesamtbetrages zu übernehmen.
Zudem wird an einer Sitzung des Ostschweizerischen Kleinkaliberschützenverbandes darüber beraten, ob uns auch aus dessen Kasse noch ein Zustupf gewährt wird.

Dann, am 22. Januar 2003 kam endlich die Sondergenehmigung und man konnte mit den Reparaturarbeiten beginnen.
Das Ufer wurde mit einer Rauhbaumverbauung wieder stabilisiert und der Scheibenstock mit Holz unterbaut.